
Mit der Erfindung des Telefons wurde es möglich, zeitgleich mit Personen zu sprechen, die sich an einem ganz anderen Ort befinden. Während es anfänglich nur ausgewählte Läden oder Büros waren, welche über «Fernsprechapparate» verfügten, tauchten diese mit der Zeit auch im öffentlichen Raum auf. Offensichtlich ging man davon aus, dass es für diese Gespräche einen geschützten Raum braucht. So entstand die Telefonkabine. Heute, wo wir immer und überall telefonieren, sind die übriggebliebenen nur noch Relikte. Doch durch sie ist der «eingehüllte Raum» mit seinem konkreten Standort immer noch erfahrbar. Die Ausstellungs-Aktionen von lerjentours für den Kunstraum ring ring verstehen sich als Hommage an diese Raumkapseln. Es entstand eine Performance, eine interaktive Installation und ein Walk.
Ausstellung
21. Februar bis 29. März 2025
Ort: ring ring, Basislager, Aargauerstrasse 60, Zürich
Jederzeit zugänglich.
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Vernissage mit Performance
Donnerstag, 20. Februar 2025, 18-20 Uhr
Die ring ring-Kabine verbindet sich mit sechs Kabinen im Stadtraum.
Performer:innen: Georg Aerni, Christine Bänninger, Ida Dober, Marie-Anne Lerjen, Regula Michell, Hans-Georg von Arburg, Peti Wiskemann
✆ Für Beschreibungen der Kabinen hier anrufen.
Standorte: Röschibachplatz*, Rotachstrasse*, Limmatstrasse*, Feldstrasse, Bullingerplatz*, Albisriederplatz
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Finissage mit Tele-Walk
Samstag, 29. März 2025, 13–15 Uhr
Treffpunkt: ring ring, Basislager, Aargauerstrasse 60, Zürich
Auf einem gemeinsamen Spaziergang besuchten wir die sechs Kabinen im Stadtraum.
* Während an der Vernissage Anrufe noch möglich waren, wurden im Laufe der Ausstellungszeit die Apparate aus diesen Kabinen entfernt. Auf Nachfrage bei der APG hiess es: Anfang April 2025 werden 20 der ca. 50 noch bestehenden Telefonkabinen in der Stadt Zürich demontiert. Bis Anfang 2026 alle.
Duden: Herkunft: Zu griechisch tẽle (Adverb) = fern, weit, unklare Bildung zu: télos = Ende; Ziel, Zweck und phōnḗ = Stimme
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