Dicht ans Ohr – Jane’s Walk 2026

Was macht die Akustik einer Stadt aus? Was gilt es, trotz baulicher Verdichtung zu berücksichtigen? Was für einen Einfluss hat das Stadtgrün? Stört Pflanzen und Tiere unser Krach? Was ist der Wert der Stille? Wir spazierten gemeinsam, öffneten die Ohren und diskutierten mit Gesprächspartner*innen über Stadtakustik, über unsere Mitlebewesen im Lärm und über Stille. 

„Dicht ans Ohr – Jane’s Walk 2026“ weiterlesen

gehen ruhen ein feuer machen (24h)

Aus Geschwindigkeit und Unruhe austreten in wesentliches Tätigsein: «gehen ruhen ein feuer machen». lerjentours lädt in diesem Walkshop zum gemeinsamen Unterwegssein im Gehen, im Still Werden und am Feuer sitzen – und kochen. Wir kommen in Bewegung und zur Ruhe, übernachten draussen und gehen in Kontakt mit unseren Sinnen und unserer natürlichen Mitwelt.

„gehen ruhen ein feuer machen (24h)“ weiterlesen

Der Wanderformel auf der Spur

Wie unterscheiden sich spazieren und wandern, wurde der Geschäftsleiter der Schweizer Wanderwege mal gefragt. Wandern sei eine bewusste Aktivität, die vorbereitet sein müsse. Die Spazierkünstlerin Marie-Anne Lerjen und der Wanderkurator Beat Gugger packten deshalb je ihren Rucksack. Doch für einmal befanden sich darin vielfältige Anregungen. Gemeinsam machten wir uns in Flims auf den Weg und erkundeten fussläufig die Formel fürs Wandern. Eine Exkursion im Rahmen der Ausstellung «Wandern. Eine Ausstellung, die bewegt» des Das Gelbe Haus in Flims (bis 6. April 2026).

„Der Wanderformel auf der Spur“ weiterlesen

Zu den Sternen

«Eines nachts, sternklarer Januar, habe ich Vater und Mutter auf die Gürtelsterne von Orion gesetzt, Vaters liebstes Zeichen am Winterhimmel», so schreibt der junge Erzähler in Klaus Merz’ Roman «Jakob schläft» (1997). Der Nachthimmel und insbesondere der Orion spielen eine wichtige Rolle in dieser kurzen Familiengeschichte. Auch am Herbsthimmel über Zürich zeigt sich das Sternbild des Orion. Im Rahmen der Ausstellung «Merz Welt» der Galerie Litar in Zürich lud lerjentours zu einem Schreib-Walk-Shop, auf dem wir uns auf einem Abendspaziergang vom Nachthimmel zu Wortfolgen inspirieren liessen. Schreiberfahrung war für eine Teilnahme nicht notwendig. Es brauchte auch keine Kenntnisse von Klaus Merz’ Text.

„Zu den Sternen“ weiterlesen

Vom Verschwinden – ein Stadtspaziergang

Die Varianten des Verschwindens sind vielfältig. Etwas verschwindet plötzlich, etwas allmählich, etwas spurlos und etwas nur teilweise. Etwas ist, obschon verschwunden, noch da, aber unsichtbar, wie das Wandbild, das überwachsen ist, oder der plattgedrückte Kaugummi, der übermalt wurde. Menschen, Tiere, Gebäude, Dinge, aber auch Funktionen und Gebräuche können im Stadtraum verschwinden. Das «Cabaret Voltaire» war schon verschwunden und existiert doch heute noch. Das Haus «Zum Mohrentanz» heisst noch so, aber wird diese Bezeichnung bald verschwinden? lerjentours lud zu einem Spaziergang auf den Spuren des Verschwindens durch die Zürcher Altstadt.

„Vom Verschwinden – ein Stadtspaziergang“ weiterlesen

Mit 100 auf dem Schneckenweg – die Spaziergangswissenschaft geht 2025 in Davos auf die Strasse

Der Schweizer Soziologe Lucius Burckhardt wurde 1925 in Davos geboren. Das Automobil begann die Welt zu erobern, aber noch nicht den Luftkurort in den Bergen. Seit 1900 galt ein generelles «Autoverbot» in Graubünden. Burckhardt kam zwischen zwei Volksabstimmungen zur Welt. Im Januar 1925 hiess es noch «Nein» zum Auto, im Juni dann «Ja». Seit 100 Jahren ist das private Automobil in Graubünden zugelassen. Mit den Auswirkungen des Automobils auf unsere Lebenswelt hat Burckhardt sich fortwährend auseinandergesetzt. In den 1980er Jahren entwickelte er mit seiner Frau Annemarie Burckhardt-Wackernagel, seinen Studierenden der Landschaftsplanung und eingeladenen Künstler*innen in Kassel die «Spaziergangswissenschaft», auch «Promenadologie» genannt. Die Spaziergangswissenschaft hinterfragt auf fussgängerisch-experimentelle Weise unsere Wahrnehmung der Umwelt. «100 Jahre Lucius und Annemarie Burckhardt» und «100 Jahre Automobil in Graubünden» nahmen der Spaziergangswissenschaftler Christian Ratti und die Spazierkünstlerin Marie-Anne Lerjen zum Anlass für einen Versuch in Davos: Lässt sich die (stark befahrene) Promenade in Davos «promenadologisch» erkunden? Beim Versuch mit dabei: eine winzige Schnecke aus der Sammlung, die Burckhardt in seiner Jugend in Davos angelegt hat. Ein Spaziergang auf der Davoser Promenade zwei Tage vor dem World Car-Free Day.

„Mit 100 auf dem Schneckenweg – die Spaziergangswissenschaft geht 2025 in Davos auf die Strasse“ weiterlesen

The Closing Round / Die Schlussrunde

Vom 5. bis 7. September 2025 wurde in Tenna (Safiental CH) das Gehen «als künstlerische Praxis, räumliche Erfahrung und erkenntnisstiftende Methode im Geist von Lucius Burckhardt» untersucht und diskutiert. Das Institute for Land and Environmental Art (ILEA) hatte dort zur transdisziplinären Tagung «Walking – Denken in Bewegung» eingeladen. Am Sonntag nahm lerjentours die Teilnehmer*innen auf eine gemeinsame «Schlussrunde» mit und führte sie mit einer Choreografie des wandelnden Gedankenaustausches durch die frische Bergluft.

The Closing Round / Die Schlussrunde
Sonntag, 7. September 2025, 14-15.30 Uhr
Tenna, Safiental

„The Closing Round / Die Schlussrunde“ weiterlesen