Grünräume im Dichtestress

Kindergarten Altwiesen, Wandbild von Giuseppe Scartezzini (ca. 1950)

Geringe bauliche Dichte und fliessende Grünräume galten als ideale Eigenschaften der in den 1940er Jahren unter Stadtbaumeister Albert Heinrich Steiner erbauten Zürcher Wohnquartiere. Unter dem Einfluss der Gartenstadtbewegung entstanden, stehen diese heute aufgrund des Gebots der Innenentwicklung stark unter Druck. Gleichzeitig ist der Wert städtischer Grünräume für die Aufenthaltsqualität und Klimaregulierung stark gestiegen. Was passiert mit Schwamendingens grünen Qualitäten in der aktuellen Transformation? Auf diesem Rundgang mit lerjentours und dem Landschaftsarchitekten Daniel Keller verglichen wir alte  und neue Schwamendinger Aussenräume und liessen uns auf sinnliche Weise auf Bewegungen der Luft ein.

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Grün sprengt Asphalt – Jane’s Walk 2024

Wie würde das Bellevue in Grün aussehen? Wie sieht eine Stadt mit weniger versiegelten Flächen aus und was gewinnen wir dabei für die Biodiversität und die Lebensqualität in der Stadt? Wir besuchten das Projekt «Vuebelle», spazierten mit blühendem Blick durch Höngg, diskutierten mit Gesprächspartner*innen – wie den Asphaltknackerinnen – über diese Fragen und erhielten konkrete Entsiegelungstipps.

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Kleine Schule des Spazierens

lerjentours, rückgängig (Walk); Foto: Markus Gössi

Die Varianten des Gehens sind vielfältig. Und jede Art zu Gehen verändert die Wahrnehmung. Wir experimentierten gemeinsam und liessen uns von literarischen und künstlerischen Geh-Versuchen inspirieren. Wir tauchten in die Kulturgeschichte des Spazierens ein und entdeckten die Stadt der Gegenwart Schritt für Schritt auf spielerische Weise. Mit Input, Einzel- und Gruppenübungen, Austausch und Präsenz im Stadtraum.

Im Rahmen des Projekts «(Um)platzieren» des Tanztheaters Dritter Frühling.

Wochenend-Workshop
Samstag, 23. März 2024, 13-17 Uhr
Sonntag, 24. März 2024, 10-14 Uhr

Treffpunkt: GZ Heuried, Döltschiweg 130, Zürich

Flyer Umplatzieren Spezialworkshops


Vom Verschwinden – ein Stadtspaziergang

Die Varianten des Verschwindens sind vielfältig. Etwas verschwindet plötzlich, etwas allmählich, etwas spurlos und etwas nur teilweise. Etwas ist, obschon verschwunden, noch da, aber unsichtbar, wie das Wandbild, das überwachsen ist, oder der plattgedrückte Kaugummi, der übermalt wurde. Menschen, Tiere, Gebäude, Dinge, aber auch Funktionen und Gebräuche können im Stadtraum verschwinden. Das «Cabaret Voltaire» war schon verschwunden und existiert doch heute noch. Das Haus «Zum Mohrentanz» heisst noch so, aber wird diese Bezeichnung bald verschwinden? lerjentours lud zu einem Spaziergang auf den Spuren des Verschwindens durch die Zürcher Altstadt.

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niederdorfdurchgang I-III

Foto: frei/lerjen

In der Ausstellungsreihe FRISCH zeigen Kunstschaffende, die im Jahr 2022 Neumitglieder von Visarte Zürich geworden sind, im Wochenturnus ihre Arbeiten, veranstalten Performances oder laden ein zu Special-Events.

Die Künstlerinnen Lilian Frei und Marie-Anne Lerjen nutzten das Kabinett Visarte an der Schoffelgasse für eine Auseinandersetzung mit dem Niederdorf. „niederdorfdurchgang I-III“ weiterlesen

Wind Walk

Foto: lerjentours

lerjentours residierte vom 16. bis 29. Oktober 2023 in Ponderosa in Stolzenhagen. Der «Wind Walk», der am 27. Oktober 2023 mit Leuten vor Ort stattfand, könnte der Auftakt einer Serie werden.

Wind Walk
Freitag, 27. Oktober 2023, 11 Uhr
Ort: Ponderosa, Stolzenhagen
Dauer: 1 Stunde

«Der Wind aber ist im Subtilen, Spielerischen und Ephemeren angesiedelt.»
Rainer Guldin, Philosophie des Windes, Bielefeld 2023, 26.

Die Teppichstange. Ein Klopf-Spaziergang zum Mitgehen

© lerjentours

WIEDERAUFNAHME:
Donnerstag, 5. Oktober 2023, 18.30 Uhr
Samstag, 7. Oktober 2023, 14.00 Uhr

Treffpunkt: Rote Rundbank, Kreuzung Letzigraben/Fellenbergstrasse, Zürich
Dauer: 1.5 Stunde

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In einer sich schnell transformierenden Stadt sind sie vom Aussterben bedroht: die Teppichstangen. Sie gehören zu vielen Siedlungen der 1950er und 1960er Jahre. Da diese in Albisrieden, wie in vielen anderen Zürcher Aussenquartieren, durch Ersatzneubauten immer mehr verschwinden, ist es höchste Zeit ihnen mal nachzugehen. Damit verknüpft sind Geschichten von Teppichen, Klopfern, Frauenarbeit und mehr. lerjentours lädt zu einem performativen Spaziergang.

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Der Vorgarten – Ein Schlängeln um grüne Abstandsflächen


Die Spaziergangsreihe der Stiftung Gartenbaubibliothek Basel stand dieses Jahr unter dem Thema «Unsichtbare Dimension des Städtebaus. Ein Spurensuche an Orten des sozialen Übergangs». Drei Spaziergänge fanden im September statt. lerjentours lud am 13. September 2023 zur Erkundung von «Vorgärten»:

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A Wood Walk

© lerjentours

Der Verein Climanosco setzt sich dafür ein, Klimawissenschaften zugänglicher zu machen und Klimaforschung breiter zu vermitteln. 2020 hat Climanosco das Projekt «Dear2050» gestartet. In einer Ausstellung und in Veranstaltungen kommen Kunst und Klimaforschung zusammen. Mit «Entangled Forest» wurde im Jahr 2023 der Fokus auf den Wald gelegt.

Der Auftrakt des Programms 2023 bildete eine Veranstaltung an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf. Dort lud lerjentours zu einem Wald-Spaziergang. Anschliessend gewährte das Team des Plant Ecology Research Lab der EPF Lausanne Einblick in ihre Forschungsanlage MODOEKS, mit der sie an der WSL den Einfluss der Klimaveränderung auf Pflanzen untersucht. Notizen der Teilnehmer*innen am Walk sind nun Teil der Ausstellung «Dear2050: Entangled Forests», die bis am 2. Juni 2024 an verschiedenen Stationen in der Schweiz zu sehen ist. lerjentours schuf für die Präsentation der Notizen ein Objekt aus Waldholz und Hanfschnur.

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